In Deutschland sind mittlerweile über 70% aller Haushalte mit einer DSL-Leitung versorgt. Das bedeutet aber nicht, dass auch alle Haushalte dieselbe Leistung erhalten können. Vor allem nicht, wenn man den direkten Vergleich mit den DSL-Leitungen von Firmen einbezieht. Die meisten Internetnutzer sind der Meinung, dass DSL gleich DSL ist, doch das stimmt so nicht. Privathaushalte werden bis auf wenige Ausnahmen mit einer sogenannten ADSL-Leitung ausgestattet. Firmen greifen eher zu einer SDSL-Leitung, was Privathaushalten meistens nicht möglich ist.
ADSL
ADSL steht für Asymmetric Digital Subscriber Line und bedeutet, dass ein großer Unterschied zwischen dem sogenannten Upload und dem Download gemacht wird. In der Praxis bedeutet das für Internetnutzer, dass sie beispielsweise eine DSL 16000 kbits Leitung bestellen, was allerdings nur die Geschwindigkeit des Downloads beschreibt. Also wie schnell man etwas aus dem Internet auf den heimischen PC herunterladen kann. Das Hochladen geht bei einer solche Leitung jedoch nur mit einer Geschwindigkeit von max. 1000 kbits vonstatten. Da diese beiden Geschwindigkeiten unterschiedlich sind, wird von einer asymmetrischen Geschwindigkeitsverteilung gesprochen. Im Regelfall benötigt ein Privathaushalt auch keinen großen Upload, weshalb es nur den wenigsten auffällt.
SDSL
Das Gegenstück, das eher in Unternehmen eingesetzt wird, nennt sich SDSL und steht für Symmetric Digital Subscriber Line. Hier ist die Verteilung der Bandbreite eine ganz andere. Im Regelfall verteilt sich hier der Download und der Upload gleichmäßig. Hat Unternehmen beispielsweise eine Bandbreite 6000 kbits gebucht als SDSL-Leitung, dann ist der Download ebenso groß wie der Upload. Also kann mit 6000 kbits eine Datei runtergeladen werden oder aber auch hoch. In Firmen kommt es oft auf einen erhöhten Upload an, da nicht selten auch firmeneigenen Server betrieben werden, die Daten für Außendienstmitarbeiter bereitstellen. Wäre der Upload dann zu gering, würde es zu lange dauern, bis die Daten vom Server abgerufen werden können. Bei aller Technik und Möglichkeiten, die DSL mit sich bringt, kann ein Wert entscheidender Wert sowohl bei ADSL als auch bei SDSL darüber entscheiden, ob es überhaupt zu einer schnellen Verbindung kommt. Es handelt sich dabei um den sogenannten Dämpfungswert.
Dämpfung
Wer sich noch an die Zeiten im Physikunterricht zurück erinnert, weiß vielleicht noch, dass Experimente mit Strom gemacht wurden. Dabei wurde ein kurzes Kabel und ein langes Kabel an eine Stromquelle angeschlossen. Verwundert stellte man fest, dass je länger die Leitung ist auch weniger Strom am anderen Ende ankommt. Der Grund dafür ist der natürliche Leitungswiderstand. Die Dämpfung einer DSL-Leitung ist mit damit gut zu vergleichen. Je länger die Leitung von einem Knotenpunkt bis zu einem Anschluss ist, umso weniger Strom (Signale) können durch sie hindurchfließen. Das führt zu einer langsameren DSL-Leitung für den Kunden. Da es sich dabei um ein physikalisches Gesetz handelt, lässt sich das mit normalen Kupferleitungen auch nicht umgehen. Die Dämpfung lässt sich nur minimieren, wenn die Länge des Kupferkabels verringert wird oder das Kupferkabel ganz oder teilweise durch ein Glasfaserkabel ersetzt wird. Da Glasfaser sozusagen keine Dämpfung hat und anstatt Strom Licht übertragen wird, können deutlich höhere Bandbreiten realisiert werden.